Die Chilipflanze - Nachtschatten-Schönheit mit scharfem Innenleben
Wer gerne selbst Obst und Gemüse anbaut, sollte darüber nachdenken, sein gärtnerisches Glück mit Chilisamen zu versuchen. Zahlreiche Hobbygärtner berichten inzwischen von sensationellen Erfolgen mit ihrer Chili-Zucht auf dem heimischen Balkon, im Zimmer oder im Garten und genießen die vielfältigen kulinarischen Einsatzmöglichkeiten der Chilis.
Chilis können problemlos in Pflanzenkübeln oder -bottichen herangezogen werden. Chili ist auch als Hot Pepper bekannt, schmeckt aber wesentlich charakteristischer und aromatischer als der normale schwarze oder grüne kugelförmige Pfeffer. So wird Chilli von Gourmets sogar mit Schokoladen-Spezialitäten kombiniert und ist aus der modernen Küche kaum mehr wegzudenken.
Chili fällt botanisch betrachtet eigentlich in die Kategorie der Früchte, wird aber in der Regel als Gemüse und Gewürz eingesetzt. Das Nachtschattengewächs lässt sich bei guter Fürsorge und Pflege mehrere Jahre am Leben erhalten und kann über mehrere Monate hinweg immer wieder neue Schoten mit frischen Samen produzieren. Der Chili Samen versteckt sich im Mittelpunkt des Hohlraums innerhalb der Chilifrucht direkt auf der Plazenta.
Chilisaatgut ist für zahlreiche Chilisorten erhältlich, denn bei dem beliebten Pepper gibt es etliche Unterschiede in punkto Aussehen, Größe, Schärfe und Aroma. Der bekannte milde Gemüsepaprika, die mexikanischen Japalenos und der Peperone gehören zur Art Capsicum Annum. Diese Chilis können eine Höhe von 1,50 Meter erreichen und überraschen mit hübschen weißen, nach unten wachsenden Blüten. Für schärferen, intensiveren Chillis sorgt die Chili-ArtCapsicum frucentes, auf deren Früchten die begehrte Tabasco-Soße basiert.
Da die Chilis zudem noch sehr dekorativ sind, kann man die Chili Sämereien zu Zierzwecken kaufen. Winterhart (bis zum Gefrierpunkt) ist die Pflanze der Capsicum baccatum, die zudem mit auffallend großen Blättern und Blüten bezaubert. Extrem scharf und nur für Hartgesottene Chili-Liebhaber genießbar sind die Pepper-ArtenHabanero und Scotch Bonnet - für die extremen unter uns gibt es den Naga Jolokia (siehe schärfster Chili der Welt). Sie stammen aus Mittelamerika, China und der Karibik und bilden weiße bis grünlich-weiße Blütenblätter.
Chilis lassen sich entschärfen, indem man ihr Innenleben samt den Chilisamen entfernt, Die Chili Samen selbst enthalten jedoch nur wenig Aromastoffe. nach dem entfernen des Chilisaatgut sollte sich gründlich die Hände gewaschen werden, da das scharfe ätherische Öl nicht in die Augen oder Schleimhäute gelangen sollte. Das scharfe Capsaicin sitzt vor allem in der Plazentawand und den übrigen Innenwänden der Chilifrucht.
Nach der Reifung können die Chilifrüchte eingelegt, getrocknet oder bei Gemüsechilis auch vegetarischen Gerichten gedünstet oder gebraten zugefügt werden. Besonders der aus pulverisiertem Chili gewonnene Cayennepfeffer lässt sich in der mediterranen und herzhaften Küche sehr vielseitig einsetzen - zum Beispiel für Gulasch, einen scharfen Nudelauflauf oder Spaghetti al arrabiata. Auch Öl kann mit Chilis aromatisiert werden. In Bünden getrocknet lassen die Chilischoten sich auch hübsch zu Dekorationszwecken arrangieren, da ihr kräftige gelbe, grüne oder rote Farbe auch nach dem Trockenprozess erhalten bleibt.
Chilis haben übrigens eine lange Geschichte: Überlieferungen belegen, dass die scharfen Früchte bereits vor über 8000 Jahren von den Bewohnern Mittelamerikas als Gewürz geschätzt wurden. Allerdings wuchs der Chilie damals noch wild und wurden erst nach und nach kultiviert. Bei dieser Kultivierung entstand schließlich auch die faszinierende Sortenvielfalt der heutigen Chiliarten.
Der Spinat Spinacia oleracea Matador hat grüne, glatte Blätter, eine schnelle Entwicklung und relativ kurze Erntezeit (Aussaat Frühjahr und Herbst). Samenfeste Sorte.
Weitere Namen: Schmalblättrige Ölweide, Bienenweide, Silverberry. Die Russian Olive kommt in Europa, Asien, Nordamerika und Australien vor. Sie ist ein Olivenstrauch bzw. kleiner Olivenaum bis zu 4m hoch.